Friday, 23 August 2019

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Interview mit unserer deutschen Lektorin Frau Theda Garen

Wie lange unterrichten Sie und wo überall haben Sie schon unterrichtet?

„Ich habe 2007 meine Uni-Examen in Leipzig gemacht und seitdem unterrichte ich auch. Ich war auch in Deutschland und war dann von 2011 bis 2014 in Ekuador an einer deutschen Schule, die auch von Deutschland finanziert wird und dort habe ich die deutsche Sprache unterrichtet.“

Wie lange sind Sie hier in der Slowakei?

„In der Slowakei bin ich seit drei Jahren, ich war vorher 2 Jahre in Nové Zámky und bin seit einem Jahr in Bratislava.“

Wie sind Sie auf die Idee gekommen, in die Slowakei zu kommen? Haben Sie hier jemanden bevor gekannt?

„Ich kannte vorher überhaupt keinen. Ich wurde geschickt sozusagen, die Fachberaterin hat mich angerufen vor einigen Jahren und hat mir gesagt, dass hier in der Slowakei ein Lehrer gesucht wird.“

Was sind für Sie die größten Unterschiede zwischen Deutschland und Slowakei?

„Erstmal die Sprache natürlich, kulturell ein bisschen, auch die Vergangenheit macht sich schon manchmal bemerken, gerade bei älteren Leuten, weil es hier kommunistisch war, das merkt man manchmal noch. Auch noch der geringe Anteil an Menschen mit Migrationshintergrund, das ist mir sofort aufgefallen, einfach weil es bei uns in Deutschland anders ist. Aber sonst sehe ich eigentlich wenige Unterschiede, gerade bei jungen Leuten, die sind sehr “Europa interessiert“, neugierig und so.“

Was gefällt Ihnen so an der Slowakei?

„Erstmal gefällt mir die Natur, ich war auch oft in der Ostslowakei, also da gibt es dieses Wanderwegennetz, das find´ ich ganz klasse. In den Bergen war ich auch, habe viele gastfreundliche Slowaken kennengelernt, wenn man sehr viel essen musste. Und ich mag es, dass viele doch, wie ich schon gesagt habe, “Europa interessiert“ sind, die jungen Menschen, und dass sie mit der deutschen Sprache arbeiten wollen.“

Wollten Sie immer eine Lehrerin werden?

„Nein, früher als Kind wollte ich Tierärztin werden,  dann wollte ich Archäologin werden, weil mich Geschichte sehr interessiert und ich wollte sehr viel Reisen und neue Kulturen kennenlernen. Ich muss sagen, das war mein größter Wunsch.“

Was machen Sie gerne in Ihrer Freizeit?

„Ich fahre gern Rad, wandere, bin auch in einer Wandergruppe, also wir wandern sogar auch nach der Schule, im Dunkeln. Ich mache auch noch Pilates und liebe es, auf Konzerte zu gehen.“

Lesen Sie Bücher? Haben Sie ein Lieblingsbuch?

„Ja, ich lese schon. Mittlerweile muss ich aber ehrlich sagen, dass ich nicht mehr so viel lese. Ich lese also Fachliteratur und liebe auch den amerikanischen Autor T.C.Boyle, ich habe alle Bücher von ihm. Er ist so ein provokanter, zynischer Autor und schreibt sehr viel und interessant über die amerikanische Gesellschaft. Dadurch verstehe ich Amerikaner ein bisschen besser.“

Was sind Ihre schönsten Erinnerungen? Woran erinnern sie sich immer gern?

„An die Kindheit erinnere ich mich sehr gerne, ich hatte eine tolle Kindheit, bin sehr idyllisch aufgewachsen, in einem großen Haus mit Garten und das Meer war auch nicht weit weg. Ich erinnere mich auch gern an unsere Spiele in der Jugendzeit, an meine Reisen die ich gemacht habe, mit den Freunden, nach dem Abitur war ich zum Beispiel in Chile, habe in einem Kindergarten gejobbt. Und ich mag auch die Reisen, die ich alleine gemacht habe.“

Vielen Dank für das Interview!

Autor: Lukáš Kapiaš, III.NA (Fragen: III.NA Klasse)