Deutsches Sprachdiplom                                                                       
Sprachnachweis für ein Studium in Deutschland                             
Niveaustufen des Gemeinsamen europäischen Referenzrahmens 

A1 Kann ganz einfache Sätze bilden und verstehen, konkrete Bedürfnisse äußern, Fragen zur Person stellen und   beantworten.

A2 Kann sich in einfachen, routinemäßigen Situationen verständigen, Informationsaustausch über vertraute und geläufige Dinge.

B1 Kann sich einfach und zusammenhängend über vertraute Interessensgebiete äußern und zu Träumen, Hoffnungen, Plänen und Ansichten Begründungen und Erklärungen geben.

B2 Kann komplexe Texte über abstrakte Themen und im eigenen Fachgebiet auch Fachdiskussionen verstehen, verständigt sich spontan und fließend, kann Vor- und Nachteile verschiedener Möglichkeiten angeben.

C1 Kann auch implizite Bedeutungen erfassen, kann sich spontan und fließend ausdrücken, äußert sich zu komplexen Sachverhalten und verwendet dabei Mittel zur Textverknüpfung

C2 Kann praktisch alles mühelos verstehen, drückt sich sehr flüssig und spontan aus und macht feinere Bedeutungsnuancen auch bei komplexeren Sachverhalten deutlich.  

Das Deutsche Sprachdiplom feiert große Erfolge als bewährter Sprachnachweis auf den unterschiedlichen Niveaustufen. Es finden jährlich Prüfungen in mehr als 50 Ländern an mehr als 428 Schulen statt. Rund 16 000 erfolgreiche Teilnehmerinnen und Teilnehmer gehen aus diesen Prüfungen pro Jahr hervor.

Das Sprachdiplom ist eine gemeinsame Aufgabe von Bund und Ländern.

 

Durchführung, Genehmigung zur Durchführung und Qualitätssicherung sowie alle Regularien des Sprachdiploms werden vom Zentralen Ausschuss für das Deutsche Sprachdiplom in der Zentralstelle für das Auslandsschulwesen gesteuert.

Durchführung der C1 Prüfung im DSD II  (Sprachnachweis für ein Studium in Deutschland)

 1.Allgemeine Hinweise:

  1. Alle 4 Prüfungsteile (Schreiben, Lesen, Hören, Sprechen) werden jeweils mit 25% gewertet.
  2. Der Prüfungsteil "Grammatik und Wortschatz" fällt ersatzlos weg.
  3. Die Prüfung findet an 2 Tagen statt (ein Tag für den schriftlichen Teil, ein Tag für den mündlichen).
  4. In jedem der 4 Aufgabenteile müssen mindestens 30% erreicht werden, insgesamt müssen 60% der möglichen Gesamtpunktzahl erreicht werden, um die Prüfung erfolgreich zu bestehen.

2.Hinweise zu den einzelnen Prüfungsteilen:

Prüfungsteil / Leseverstehen

  1. Bearbeitungszeit: 70 Minuten (inkl. Übertragungszeit auf das Antwortblatt)
  2. Anzahl und Art der Texte:
    a) Globales Verstehen (5 Kurztexte à ca. 55 Wörter, z.B. Kurzmeldungen oder Anzeigen)
    b) Selektives Verstehen (dialogischer Text, ca. 600 Wörter)
    c) Detailliertes Verstehen (informativer Sachtext, ca. 750 Wörter)
  3. Anzahl und Art der Aufgaben: a) Zuordnung, b) und c) Multiple Choice mit Dreifachoption

Prüfungsteil / Hörverstehen

  1. Arbeitszeit: 40 Minuten inkl. 10 Minuten Übertragungszeit
  2. Anzahl und Art der sogenannten Hörtexte:
    a) Globales Verstehen (7 Hörszenen à ca. 55 Wörter, z.B. Ankündigungen, Durchsagen, kurze Radioclips)
    b) Selektives Verstehen (dialogischer Text, ca. 600 Wörter)
    c) Selektives/detailliertes Verstehen (informativer Sachtext, ca. 700 Wörter, z.B. Referat, Radiobericht usw.)
  3. Anzahl und Art der Aufgaben:
    a) Zuordnung
    b) und 3. Multiple Choice mit Dreifachoption

Prüfungsteil / Schriftliche Kommunikation

Der Aufgabenteil "Schriftliche Kommunikation" im neuen DSD 2 hat diese Parameter:

  1. Bearbeitungszeit: 120 Minuten
  2. Eine Mindestwortzahl gibt es nicht mehr. Empfohlen wird ein Minimum von 300 Wörtern.
  3. Hilfsmittel: zweisprachiges Wörterbuch
  4. Aufgabenstruktur:

Kernaussagen eines vorliegenden Textes (ca. 200 Wörter) und einer vorliegenden Grafik herausarbeiten
Argumentierend zum Thema schreiben (z.B. Pro - Contra)
Persönliche Stellungnahme zum Thema 

Prüfungsteil / Mündliche Kommunikation

  1. Vorbereitungszeit: 20 Minuten (zweisprachiges Wörterbuch erlaubt)
  2. Prüfungszeit: 20 Minuten
  3. Art der Aufgaben:  Teil 1: zusammenhängender monologischer Vortrag mit Stellungnahme sowie gelenktes Gespräch zu einem Impulstext (aus Schlüsselwörtern bestehend);
    Teil 2: zusammenhängender monologischer Vortrag mit Präsentation sowie freies und spontanes Sprechen zu einem vorher vorbereiteten Projektthema

 

Autor: Mag. Andreas Welsch